Wissenswertes über Stottern

Etwa ein Prozent der Erwachsenen und etwa vier Prozent der Kinder stottern.

Das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Stotternden im Erwachsenenalter liegt etwa bei 1 : 4. Stottern beginnt meist im Alter zwischen zwei und fünf Jahren. Jungen sind dabei etwa fünfmal so häufig betroffen wie Mädchen. Dies ist übrigens ein Verhältnis, wie es auch bei anderen Entwicklungsstörungen auftritt.
Die Ursache für das Stottern ist derzeit unbekannt. Es gilt aber als sicher, daß Stotternde ansonsten volkommen normale Menschen sind - mit all den positiven und negativen Eigenschaften, die andere Menschen auch besitzen.

Stottern muß nicht unbedingt vererbbar sein. Seien Sie aber nicht überrascht, wenn sich in den Familien Stotternder auch Personen mit Sprachstörungen befinden, die durchaus anderer Natur sein können. Die Wissenschaftler sprechen hierbei von einem familiären Sprachschwächetypus.

Stotternde sprechen vollkommen flüssig wenn sie flüstern, im Chor sprechen ("unisono"), singen und wenn sie ihre eigene Stimme nicht hören können. Warum dies so ist, wurde bisher nicht geklärt.

Stottern ist ein vielschichtiges Phänomen und tritt bei jeder betroffenen Person unterschiedlich auf.

Stottern ist keine Sprechstörung, welche schnell behoben werden kann. Es ist ein großer zeitlicher Aufwand und ausdauerndes Training von Seiten der Betroffenen nötig, damit anhaltende Verbesserungen erzielt werden können.

Stottern ist derzeit im medizinischen Sinne nicht heilbar, es kann jedoch viel unternommen werden! Aktuelle Forschungsergebnisse haben ergeben, daß neurologische Komponenten scheinbar einen wichtigen Anteil am Stottern besitzen.